Die Kommunikation mit Menschen mit Demenz ist ein junges Aufgabengebiet der Logopädie, das erfolgsversprechende Aussichten aufweist. Kommunikationsstörungen bei Demenz-Patienten werden als primär progrediente Aphasien bezeichnet. Diese Störung der Kommunikation zeichnet sich bei Demenz-Patienten durch die eingeschränkte Wortfindungs- und Merkfähigkeit aus.

Bei vielen Demenzkranken verschlechtert sich die Fähigkeit zur Kommunikation im weiteren Krankheitsverlauf. Diese zusätzliche Belastung ruht nicht nur auf dem Patienten, sondern auch auf den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung. Die Verbesserung der Kommunikation bei Demenz soll durch alltagsrelevante Strategien zur Aufrechterhaltung der Kommunikation erzielt werden. Durch die therapeutische Intervention ist es möglich, die Kommunikation bei Demenz länger aufrechtzuerhalten und somit die Lebensqualität des Patienten und seiner Angehörigen länger zu erhalten. Satzabbrüche und Artikulationsstörungen können zwar weiter auftreten, jedoch durch die Behandlung verzögert werden. So können Patienten mit Demenz länger an der Kommunikation teilnehmen und ihr soziales Leben länger aufrechterhalten.

Da Patienten mit fortgeschrittener Demenz häufig keine komplexen Sätze mehr verstehen und neue Informationen nicht aufnehmen können, werden andere Mittel der Kommunikation genutzt. Durch Singen und Händeklatschen können Demenz-Patienten ihre emotionale Stimmung zum Ausdruck bringen. Diese nonverbale Kommunikation können sich Patienten auch nach dem Verlust der Fähigkeit zur verbalen Kommunikation ausdrücken.

Was Sie bei Menschen mit Demenz vermeiden sollten

Demenz-Patienten haben ein feines Gefühl für die emotionale Lage Ihres Gegenübers. Dennoch können sie Gesten und Handlungen falsch interpretieren. Sie schätzen zwar einen freundlichen Blickkontakt, doch sollte dieser zu lange andauern oder zu intensiv sein, könnte der Demenz-Patient dies als bedrohlich empfinden. Es empfiehlt sich, für die Kommunikation mit Demenzkranken eine ruhige und tiefe Stimmlage zu wählen. Sie reagieren darauf meist freundlich und gelassen. Hohe, laute und schrille Stimmlagen hingegen, versetzen die meisten Patienten in einen gestressten Zustand.

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