Stotterer leiden häufig unter ihrer Störung des Redeflusses. Stotterer entwickeln diese Störung nicht ausschließlich im Kindheitsalter, sondern auch im späteren Lebensverlauf. Die Stottertherapie unserer Praxen verfolgt dabei das Ziel, den Redefluss zu optimieren und den Abbau der Sekundärsymptomatik zu fördern.

Über die Stottertherapie

Die von uns angewendete Stottertherapie basiert auf einem verhaltenstherapeutischen Ansatz: der Stottertherapie nach van Riper. Wichtig für betroffene Patienten und Eltern: je eher mit der Stottertherapie begonnen wird, desto besser sind die Aussichten, dass der Patienten das Stottern ablegt. Viele unserer Patienten können bereits nach kurzer Zeit erste Verbesserungen feststellen. Die schnellen Erfolge wirken auf den Patienten motivierend. Die Folge: Viele Patienten fühlen sich selbstsicherer und verspüren mehr Lebensfreude

Gruppentherapien für Kinder

Kinder fühlen sich mit anderen Kindern zusammen bei der Stottertherapie häufig sicherer. Das wirkt sich auch auf die Erfolge der Stottertherapie aus. Die Kinder sehen, dass Sie nicht alleine sind, sondern dass es auch andere Kinder mit den gleichen Problemen gibt. Der Erfahrungsaustausch untereinander ist ein wichtiger Faktor für die Stottertherapie. Kinder, die mit der Therapie gerade erst beginnen erfahren, wie positiv sich die Stottertherapie auswirken kann. Wichtig ist, egal ob Gruppentherapie oder Einzeltherapie: die Stottertherapie sollte stets innerhalb eines festen Zeitraumes erfolgen. Nur so kann der Sprachfluss des Patienten maßgeblich verbessert werden.

Erlebnis- und erfahrungsorientierte Stottertherapie

In der erlebnis- und erfahrungsorientierten Stottertherapie lernen die Kinder und Jugendlichen, offen mit ihrer Sprachproblematik umzugehen, sich selbstbewusst als Persönlichkeit wahrzunehmen und offen ohne Ängste auf andere, auch auf fremde Personen, zuzugehen. Ein bewusst flüssiges und angstfreies Sprechen in allen differenzierten Lebenssituationen ist das Ziel der Stottertherapie.

Behandeln, statt vermeiden

Unser Behandlungsangebot zur Stottertherapie bezieht sich auf vorausgegangene Behandlungen und Aktivitäten zur Selbsthilfe. Im Mittelpunkt der Stottertherapie steht die Anwendung des flüssigen Sprechens im Alltag sowie der Abbau von Ängsten und Unsicherheiten in persönlichen Stresssituationen.

Stottersymptome sollen bei der Stottertherapie nicht vermieden, sondern modifiziert werden. Der Stotternde lernt, auf seine Blockaden besser zu reagieren. In der Stottertherapie werden Sprechtechniken bei den Wörtern eingesetzt, bei denen das Stottern tatsächlich auftritt. Statt mit anstrengenden Vermeidungsstrategien zu reagieren, wird Stottern durch bewusste Sprechkontrolle im Zuge unserer Stottertherapie gemindert.

Wir begleiten stotternde Menschen in jedem Lebensalter auf deren Weg zum stotterfreien, flüssigen Sprechen. Die Dauer, bis sich die Erfolge der Stottertherapie einstellen können variieren.

Stottern bei Erwachsenen

Das Stottern bei Erwachsenen ist durch wirksame Stottertherapie sogar einfacher zu behandeln als bei Kindern. Denn: Als Jugendlicher und Erwachsener sind Sie nach einer Stottertherapie selbstständiger und unabhängig von fremder Hilfestellung. Bei einem älteren Stotterer besteht der Erfolg nach der Stottertherapie darin, dass er zwar die Veranlagung zum Stottern behält, aber das Stottern nicht mehr praktisch ausgeübt wird.